Das Leben des seligen Liborius Wagner - eine Übersicht
Pfarrer Liborius Wagner (1593-1632)
5. Dezember 1593 im thüringischen Mühlhausen geboren
streng protestantisches Elternhaus - Vater war Schneidermeister, Nebenerwerbslandwirt sowie zeitweilig Zunftobermeister und reichsstädtischer Ratsherr.
Lateinschule, ab 1613 in Leipzig das Studium der Freien Künste
wechselte nach Gotha und schließlich nach Strasbourg, wo er den Magistergrad erwarb.
Erfolglos bewarb er sich 1621 um eine Lehrerstelle in seiner Heimatstadt.
Mitten in der Zeit des Gegenreformators Julius Echter entschloss sich Wagner darauf zum Theologiestudium an der von Echter gegründeten Würzburger Universität. Bei den Jesuiten Konversion zum katholischen Glauben
1625, im Alter von 32 Jahren, Priesterweihe.
1626 Pfarrstelle in Altenmünster mit der Filialkirche Sulzfeld.
Wagner bemühte sich in einer Zeit ohne religiöse Toleranz um den Ausgleich der Konfessionen.
Als 1631 die schwedische Armee einrückte, flüchtete Wagner in das fünf Kilometer entfernte Reichmannshausen. Dort wurde er von protestantischen Soldaten gefangen genommen und nach Burg Mainberg bei Schonungen verschleppt und sollte er zur Abkehr vom katholischen Glauben gezwungen werden.
„Ich lebe, leide und sterbe päpstlich-katholisch“.
Nach fünftägiger Folter starb er am 9. Dezember 1632 den Märtyrertod. Sein Leichnam wurde in Schonungen in den Main geworfen und nach mehreren Monaten von Fischern geborgen.
Am 24. März 1974 wurde Liborius Wagner von Papst Paul VI. selig gesprochen. Seine Gebeine ruhen in der Pfarrkirche zu Heidenfeld im Landkreis Schweinfurt.