Das KirchenschiffBeim Eintritt in das Kirchenschiff schreitet man zuerst unter der Empore durch, an deren Unterseite auf jedem der drei Gemälde von Leonhard Thoma eine Person auf Wolken zu sehen ist (von links):
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| © Johannes Zimmermann |
| Pfarrkirche Heidenfeld - Deckengemälde Liborius Wagner |
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· Liborius Wagner mit roter Stola und einem Degen in der einen Hand, die andere Hand geöffnet, als wollte er seinem Schöpfer sagen: „Hier bin ich!“; · Bonifatius, der Apostel der Deutschen, auf die Stelle aus dem Johannes-Evangelium deutend: „Wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zu ewigem Leben bewahren.“; · Kilian, der Frankenapostel, mit roter Mitra und rotem Chormantel. Auf allen drei Bildern interessierte und friedlich dreinschauende Engelsköpfchen. Am Chorbogen erinnert der Text „AD 1906 – Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden“ an die erste Messfeier an Heiligabend 1906 in der neu erbauten Kirche. Im Kirchenschiff setzt sich fort, was im Chor seinen Anfang nimmt, die Apostelmedaillons. Sie sind als Flachreliefs in Büstenform stuckiert und mit Gold umrahmt. Jeder Apostel ist mit einem Symbol ausgestattet. Geschaffen hat sie Hofstuckateur Materno Bossi. Unter den Medaillons befindet sich ein Apostelleuchter, der mit einem Mauritiuskreuz abschließt. Dies ist ein Hinweis, dass M. Bossi die Reliefs für das St. Mauritius-Stift der Chorherren angefertigt hatte. Beim Abriss der Stiftskirche 1805 könnten die Medaillons in der Vorgänger-Dorfkirche angebracht oder bis zur Errichtung der jetzigen Pfarrkirche aufbewahrt worden sein. Auf der rechten Seite sieht man: Petrus (im Chor), Andreas, Johannes, Matthäus, Jakobus den Jüngeren, Simon und Thomas. Auf der linken Seite befinden Paulus (im Chor), Jakobus der Ältere, Philippus, Bartholomäus und Matthias. Im Kirchenschiff ist der Besucher neben den Heiligen an den Seitenaltären von weiteren Heiligenfiguren umgeben: (rechts) Maria mit dem Kind, Herz Jesu, Wendelin, Pieta, Laurentius und Johannes Nepomuk (überm Beichtstuhl); (links) Katharina, Immaculata, Antonius, Josef und Laurentius (überm Beichtstuhl). Die vergoldeten Figuren zeichnen sich durch den üppigen Faltenwurf des Gewandes aus und stammen aus der Schule von Wagner. Dazwischen halten 14 Bilder den Kreuzweg Jesu fest.
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| © Johannes Zimmermann |
| Kirche Heidenfeld - Taufstein |
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Der wohl älteste liturgische Gegenstand ist das Taufbecken aus Sandstein. Der runde Fuß trägt die Säule - mit Akanthusblättern verziert - das runde Muschelbecken. Auf dem Sockel ist in zwei Wappenschildern die Jahreszahl 1601 festgehalten sowie der Name des zuständigen Pfarrherrn, Propst Andreas II. Riel, und der seines Stellvertreters. Das Schild des Schultheißen ist leer.Aus dem alten Kirchlein wurde auch die Kanzel von Johann Peter Wagner übernommen. Drei Putten sitzen unten auf den abschließenden Voluten mit je einem Symbol der drei göttlichen Tugenden in der Hand. Zwei Medaillons schmücken die Kanzel, auf dem einen ist die Büste Christi und auf dem andern die Schlüsselübergabe zu sehen. Auf dem Schalldeckel Moses mit den Gesetzestafeln.
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| © Johannes Zimmermann |
| Heidenfeld - Deckengemälde |
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Das Deckengemälde von Leonhard Thoma zeigt die Legende des Heiligen Diakons Laurentius vor dem römischen Kaiser Valerian, der an das Geld der Kirche wollte. Er verlangte nach den Schätzen der Kirchen. Wenn Laurentius ihm die nicht ausliefere, werde es ihn das Leben kosten. Doch Laurentius erbat sich 258 nach Christi Geburt drei Tage Bedenkzeit. In dieser Zeit, so sagt man, verteilte er das Gut der Kirche unter den Armen der Stadt Rom. Dann trat er gemeinsam mit den Ärmsten der Stadt vor den Kaiser, um ihm zu sagen: "Hier sind die Schätze der Kirche!". Das erzürnte den Kaiser so sehr, dass er Laurentius auf einem Rost braten und so töten ließ. Laurentius soll noch zu seinem Henker gesagt haben: "Mann, dreh mich um, die eine Seite ist schon gar."
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